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Temperaturangaben nach EN-Norm

Cocoon SchlafsäckeSeit dem Jahr 2005 gilt in Euro eine allgemeine EU-Norm. Diese Schlafsacknorm hört auf den Namen EN 13537 und regelt die Temperaturzonen, die innerhalb eines Schlafsacks herrschen dürfen. Dabei wird sowohl eine Komforttemperatur, als auch eine Grenz- und Extremtemperatur angegeben. Diese Temperaturen sind in speziellen Berichten innerhalb der Norm festgelegt. Wenn Sie also einen neuen Schlafsack im Online Shop kaufen, können Sie sich auf diese Normen berufen – sofern Sie einen Schlafsack in der EU erwerben.

Die EN-Norm-Angaben

Schlafsäcke müssen Temperaturangaben nach EN-Norm einhaltenWie bereits erwähnt, wurde im Jahr 2005 eine Norm veröffentlicht,  mit welcher eine einheitliche Regelung für die Hersteller geschaffen wurde. Die Schlafsack-Unternehmen müssen sich an diese Normen richten, welche die Temperaturen regeln, die ein Schlafsack besitzen und aushalten muss. Dabei gibt es drei große Temperaturangaben, die eingehalten werden müssen.

  • Extrem: Bei dieser Temperaturangabe handelt es sich um die niedrigste Angabe, die von einem Hersteller eingehalten werden muss. Eine Standard-Frau mit einem durchschnittlichen Gewicht von 60 Kilogramm und einer Körpergröße von 1,6 Metern muss in zusammengerollter Körperhaltung mindestens sechs Stunden in der Kälte aushalten können. Wird diese Voraussetzung von einem Hersteller nicht eingehalten, können in Ernstfällen schwierige gerichtliche Folgen entstehen.
  • Limit: Dieser Wert wird nicht für eine Standard-Frau berechnet, sondern laut EN-Norm für einen Standard-Mann. Der Standard-Mann hat in diesem Fall eine Körpergröße von 1,73 Metern, wiegt 70 Kilogramm und hat ein Alter von 25 Jahren. Bei diesem Wert darf ein normaler Mann in eingerollter Körperhaltung so gerade noch nicht frieren.
  • Komfort: Die Komfortzone wird als normale Nutzung angesehen. In diesem Fall sollte die Standard-Frau in normaler Körperhaltung nicht frieren. Auch hier werden die Körperwerte der Extrem-Werte für die Frau genutzt. Bei einer normalen Körperhaltung handelt es sich um ein gerades Liegen im Schlafsack.

Die Erklärung zu den Standard-Geschlechtern

Bei der Extremtemperatur wird deshalb eine Standard-Frau genutzt, da dies die unterste Grenze darstellt. Je schwerer ein Körper ist, desto mehr Wärme produziert dieser auch. Wenn eine junge und schlanke Frau in einem Schlafsack bei extremen Situationen friert, so bildet diese Standard-Frau die Grenze.

Richten sich die Hersteller von Schlafsäcken nach der Limit- oder Grenzangabe, dann wird die Temperaturgrenze betrachtet, bei welcher die Person gerade nicht friert. Sollte also ein Mann in eingerollter Körperhaltung hier frieren, so wird auch eine Frau frieren.

Tipp! Diese Regel gilt auch bei der Komfortzone. Fühlt sich in diesem Szenario mit einem Gewicht von 60 Kilogramm wohl, so wird sich auch ein Mann wohlfühlen, der in der Regel eine höhere Masse aufweist.

Hinweise für Eltern

Immer öfter deklarieren Hersteller Babyschlafsäcke mit sogenannten TOG-Werten. Je nach Einstufung wird der entsprechende Schlafsack für verschiedene Temperaturen empfohlen:

TOG Wert Temperatur Beschreibung
0,5 über 24°C
  • ein bis zweilagiger Stoff
  • ungefüttert
1 18 bis 24°C
  • mindestens dreilagiger Stoff
  • leicht gefüttert
2,5 15 bis 21°C
  • gefüttert
  • ohne Ärmel
3,5 unter 15°C
  • gefüttert
  • lange Ärmel

Vor- und Nachteile von Temperaturangaben nach EN-Norm

  • Alle Hersteller müssen sich daran halten
  • Gilt nicht für Artikel außerhalb der EU

Weitere Angaben

Bei den Temperaturen richten sich die Hersteller an gewisse Temperaturbereiche. Ein Hersteller muss die Vorgaben der EN-Norm 13537 zwar zu 100 Prozent erfüllen, allerdings ist das Temperaturempfinden der Menschen meist unterschiedlich. So verändert sich das eigene Temperaturempfinden, je mehr Kleidung getragen wird. Auch das Trinken von Alkohol kann die Schwelle zum Frieren weiter nach unten setzen. Das ist auch der Grund, wieso sich alkoholisierte Personen mit einem Shirt in die Kälte wagen und kein Frieren empfinden. Wer also zum Frieren neigt, sollte eventuell zu einem zusätzlichen Innenschlafsack greifen, wenn die EN-Normangaben nicht ausreichen.

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